Der SH-Steig liegt an der Spitze der deutschen Fern-wanderwege! [mehr]

9. Saar-Hunsrück-Supertrail 2020

Von Idar Oberstein nach Trier - 124 km mit 3.400 Höhenmetern

Vom Donnerstag, dem 21. Mai 2020, bis Samstag, dem 23. Mai 2020, findet wieder der SH-Supertrail statt, der fast ausschließlich über den Saar-Hunsrück-Steig führt.

Schon der frühmorgendliche Start an der mittelalterlichen Burgruine mit dem restaurierten Turm bei Kempfeld nahe Idar-Oberstein im jungen Maigrün des dortigen Buchenwaldes lässt das Herz des Romantikers höher schlagen.

Der Trail verläuft über bizarre Felsformationen in tiefe Täler mit wunderbar gewundenen Bächen mit kristallklarem Wasser, tangiert ganz unterschiedliche Waldformationen, Hochmoore, Wiesen und Felder und bietet Plätze mit eindrucksvollen Fernsichten.

Dies ist der Grund, weshalb der Saar-Hunsrücksteig vom Deutschen Wanderinstitut mit dem Prädikat „schönster Deutscher Fernwanderweg“ ausgezeichnet wurde. Es ist der enorme Abwechslungsreichtum der Streckenführung.

Ständig geht es hoch und runter, vornehmlich fern der Zivilisation, wo unter anderen Wildkatzen beheimatet sind, und sogar die seltenen Schwarzstörche und Fischadler wieder ihre Refugien haben.

Die größte Erhebung im linksrheinischen Deutschland, der Erbeskopf (818 m) mit seiner beeindruckenden Fernsichtmöglichkeit wird passiert, am Siegfriedsbrunnen geht's vorbei. Es ist der Platz, an dem der mittelalterliche Held Siegfried vom finsteren Hagen von Dhronje ermordet wurde. (Die Ortschaft mit gleichnamiger Burg Dhronecken liegt nur wenige km vom Tatort entfernt).

Über Waldgebiete, die strengstem Naturschutz unterliegen, wo also keine Forstwirtschaft betrieben wird und nur die Natur die weitere Entwicklung bestimmt, verläuft die Fußreise auf steinigen Pfaden zum größten Keltischen Ringwall Europas aus dem 6. Jahrhundert vor Christus.

Kurzum, der Teilnehmer bewegt sich sowohl in den schönsten mittelgebirgigen Waldlandschaften als auch auf Gebieten mit kulturhistorisch höchstem Niveau Deutschlands.

Ist doch Trier, das römische Augusta Treverorum des Altertums, die einzige Stadt vor 2000 Jahren mit über 100.000 Einwohnern nördlich der Alpen gewesen.

Und heute liegt die Einwohnerzahl Triers wieder bei über 100.000, was weltweit einzigartig ist.

Bedingt, dass die Sollzeiten sehr großzügig gehalten sind - der Teilnehmer wird auch noch gewertet, wenn er etwas länger unterwegs ist und keine cut-offs existieren - , können auch ältere Athleten sich der Herausforderung stellen, ohne sich mit Zeitsorgen zu plagen.

Einen weiteren sehr aussagefähigen Eindruck gewinnt der an diesem Sportevent Interessierte, wenn er Berichte von den Teilnehmern der zurückliegenden Jahre liest und sich die betreffenden Bildergalerien betrachtet.

Trier, September 2019 Bernhard Sesterheim